Statikberechnung

Gestern kam wieder ein dickes Paket von der KHD. Darin befand sich die lang ersehnte Statik. Über 220 Seiten Berechnungen, Zahlen, Diagramme und Skizzen. Was ich damit anfangen kann? Nichts! Während man bei den bisherigen Unterlagen noch recht leicht zusammenreimen konnte, was gemeint sein könnte, fehlt mir bei den Zahlenreihen jeglicher Zusammenhang. Ich bin absolut lost. Uns bleibt nichts anderes übrig, als dem, was da steht, zu glauben. Die Skizzen des Hauses stimmen jedenfalls und da unser Bauherrenberater einst gemeint hatte, dass die Daten nur in ein Programm einkippt und der Rest automatisch ermittelt wird, hoffen wir, dass sich hier keine groben Schnitzer eingeschlichen haben.

EnEV-Berechnungsnachweis

Auch im Paket enthalten war der Energieausweis, der wesentlich leichter zu verstehen ist und wirklich interessant ist. Der berechnete Wert liegt bei

35kWh/m²a

Das klingt doch super! Wir sind also irgendwo bei der Energieeffizienzklasse A einzuordnen.

Energieausweis nach EnEV 2014, Quelle: EnergieArgentur.NRW

KfW-55

Aber hätten wir jetzt schon den KfW 55-Standard erreicht? Tja, um das zu erfahren, muss man erstmal herausfinden, was KfW-55 eigentlich bedeutet. Die übliche Erklärung, die man immer findet: das Haus darf maximal 55% des Primärenergiebedarfs eines EnEV-Referenzhauses betragen. Mit der EnEV 2016 wurde festgelegt, das typische Einfamilienhäuser nicht mehr als 51kWh/m²a verbrauchen dürfen. 55% davon entspricht also ca. 28kWh/m²a. Wir sind mit unseren 35kWh/m²a etwas darüber.

Wir hatten uns damals bewusst entschieden, die Mehrkosten für KfW-55 nicht einzugehen und hatten uns mit EnEV-2016 abgefunden, da es immer noch weit weniger ist als wir jetzt in unserer sanierten Altbauwohnung verbrauchen. Des Weiteren hatten wir unseren Verbraucherbauvertrag im Dezember unterschrieben und so konnten wir nicht auf die dieses Jahr erhöhten Fördergelder der KfW zurückgreifen. Letztes Jahre waren die Förderbedingungen deutlich unattraktiver als dieses Jahr. Dennoch positiv ist aber, dass wir trotzdem weit unter der Mindestanforderung sind. Wenn wir dann noch eine Photovoltaikanlage auf unser Dach packen können, dürfte das Ergebnis noch besser aussehen.

Learnings:

  • Statik: Nein, nichts gelernt. Rein gar nichts.
  • Energieausweis: Der Energiebedarf, den ein Haus jetzt im Vergleich noch zu vor 15 Jahren benötigt, ist dramatisch gesunken. Während vor 10 Jahren noch 100 kWh/m²a super waren, reicht inzwischen schon ein drittel dessen aus. Das ist absolut beeindruckend. Es war immer unser Traum ein ökologisches Haus zu haben. Durch den Verzicht auf Gas und durch den Einsatz der Wärmepumpe und Belüftungsanlage versprechen wir uns, dieses Ziel erreichen zu können.

Tags:

No responses yet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.