2020 ist für uns alle ein hartes Jahr gewesen. Das Jahr mag vielleicht gut begonnen haben, für uns persönlich hat sich aber schon sehr früh gezeigt: es wird kein leichtes werden. Wir hatten ja keine Ahnung, was auf uns zukommen würde. Von der drohenden Pandemie noch unbeeindruckt waren wir frohen Mutes im Januar mit dem Abriss der Bodenplatte beginnen zu können. Dass diese sich zu so einem harten Brocken entwickelt, konnte keiner ahnen.

Was sich dann aber im Februar und März anbahnte, übertrifft allem was wir uns bisher vorstellen konnten. Covid-19 hat uns eingeholt und ausgebremst. Das öffentliche, berufliche und private Leben wurde komplett auf den Kopf gestellt.

Wir hatten geplant, sobald wir umgezogen sind, dauerhaft im Homeoffice zu arbeiten. Was wir nicht geplant haben, schon seit März in diese Situation gebracht zu werden. Doch nicht nur wir, sondern fast das ganze Unternehmen wurde nach Hause geschickt. Wir haben gelernt, neue Tools und Prozesse umzusetzen, um ohne Präsenz effektiv arbeiten zu können. Wir haben gelernt auf Dienstreisen zu verzichten. Wir haben gelernt, Meetings besser und sinnvoller zu strukturieren, um den Nachteilen des entfernten Arbeitens entgegen zu wirken. Und wir haben neue Bullshit-Bingo-Buzzwords auf der Liste:

  • “Sorry, ich war gemutet”
  • “Siehst du meinen Bildschirm jetzt?”
  • “Wie war die Frage? Ich hatte Tonaussetzer!”

Durch die Kita-Schließung im Frühjahr und auch jetzt aktuell haben wir auch lernen müssen, dass Arbeiten mit Kind daheim nicht so leicht funktioniert, wie es sich vielleicht manche vorstellen. Von Seiten der Kultus- und Arbeitsministerien kommt häufig der Vorschlag, man könne – sofern der Arbeitgeber diese Flexibilität bietet – doch vormittags sich um die Kinder kümmern und abends die Fehlstunden nacharbeiten. Leider fehlt mir hierfür jegliches Verständnis, da wir ja leider auch mit anderen Mitarbeitern zusammenarbeiten müssen, die nicht nach 20 Uhr noch am Rechner sitzen (wollen). Ein dreiviertel Jahr nach der ersten Schließung gibt es noch immer keine Konzepte, um dieses Problem zu lösen.

Wir haben aber dennoch gelernt, das beste in der Zeit zu machen. Wir waren viel im Wald, haben neue Gegenden hier in der Umgebungen gefunden und haben viel gebacken. Wir könnten und gar nicht so viel bewegen, wie wir an Kuchen und Keksen in uns hineingeschaufelt haben. Es zeigt sich aber auch, dass es jede Menge Möglichkeiten gibt, sich auch ohne Shopping-Center oder Freizeiteinrichtungen zu beschäftigen. Wir vermissen aber trotzdem die Besuche im Schwimmbad oder im Indoor-Spielplatz.

Vieles hat sich geändert. Bei vielen Dingen hoffen wir, dass sie wieder kommen, bei anderen, die sich aus der Pandemie heraus ergeben haben, dass sie bleiben, aber auch vieles, was so nie wieder passieren sollte.

  • Ein öffentliches Leben mit Freunden, Bekannten und Familie wünschen wir uns sehnlich wieder zurück.
  • Die Hoffnung, dass nicht jede Dienstreise zwingend notwendig ist und so auch der Umwelt etwas gutes getan werden kann.
  • Die Rücksichtslosigkeit einiger Menschen, besonders einiger Mitmenschen hier in Sachsen, andere oder sogar ihre eigene Familie zu gefährden, nur um im eigenen Vorteil und Freizügigkeit zu agieren, hat mich dieses Jahr zutiefst erschüttert.

Ausblick 2021

Wir hoffen, dass nächstes Jahr die Pandemie endlich ihr Ende findet und wir durch die Impfungen zu einer “neuen” Normalität zurückkehren, in der wir mehr Rücksicht auf unsere Mitmenschen, insbesondere den Alten, aber auch besondere Rücksicht auf unsere Umwelt nehmen.

Wir hoffen, dass wir mit unserem Haus endlich vorwärts kommen und im Sommer einziehen können. Wir hoffen, dass wir unserer Nachbarschaft gut aufgenommen werden und dort einen neuen Lebensmittelpunkt finden.

Streichen wir das Jahr 2020 aus den Büchern und beginnen ein neues gesundes Jahr 2021.

Bleibt gesund.

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