Wer mit dem Berliner Phänomen nichts anfangen kann, steht nicht allein da, vielleicht wenn man es in Zusammenhang mit einem Polarwirbelsplit nennt. Denn das ist, was Deutschland gerade fest im Griff hat.

Etwa Mitte Januar haben Meteorologen einen drohenden Polarwirbelsplitt beobachtet. Der Polarwirbel ist ein eigentlich relativ stabiles Tiefdruckgebiet, welches sich direkt über dem Polarkreis dreht und dafür sorgt, dass die arktischen Temperaturen nicht in die unteren Breiten gelangt. Beim Splitt drängt sich ein Hochdruckgebiet inmitten dieses Tiefs und spaltet es in üblicherweise zwei kleinere Tiefs, die dann nach unten in unsere Breiten driften und für eisige Temperaturen sorgen.

Ein weiterer Effekt vom Süden sind Saharawinde, die Wüstenstaub nach Europa treiben. An der Grenzen zwischen diesem Hoch aus dem Süden und dem Tief aus dem Norden kristallisiert das Wasser sehr leicht an den feinen Staubkörnern und es entsteht: Sehr… viel… Schnee. Und als wäre das nicht genug wurde in Thüringen ein neuer Kälterekord mit fast -27°C gemessen.

Die nächsten zwei Wochen mindestens passiert deshalb nichts auf der Baustelle. Es liegt einfach zu viel Schnee. Stellenweise sind in der Leipziger Tieflandbucht bis zu 60cm Schnee runter gekommen und auf unserem Grundstück sieht man nur noch weiß.

Learnings

  • Jahre lang wünscht man sich mal wieder einen Winter mit viel Schnee, damit man Kindern wieder schön im Schnee spielen kann und nichts kommt und kaum wünscht man sich einen milden Winter kommt die sibirische Faust und haut einen die klirrende Kälte um die Ohren.
  • Die Bauverzögerungsanzeigen der HS-Bau sind unter diesen Umständen mehr als verständlich.

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