Nachdem wir eigentlich schon vor zwei Wochen mit der HS-Bau die Maßnahmen für den Anbau an Bestand besprechen wollten, was letztlich ja aufgrund des Wetters für zwei Wochen auf “Eis” lag, wurde der Termin nun gestern schließlich nachgeholt.

Von Seiten HS-Bau waren der Bauleiter, der technische Leiter, der Einkäufer und der Rohbauer, von unserer Seite waren natürlich wir und unser Bauherrenberater des VPB e.V. vor Ort. Auch wenn sich eine ganze Mannschaft versammelt hat, haben wir natürlich auf die Einhaltung der Masken- und Abstandsregeln geachtet. Der Termin sollte im weitesten Sinne erstmal dazu dienen, der HS-Bau bzw. dem Rohbauer die Situation vor Ort zu zeigen und Lösungen zu finden, wie unsere Haushälfte an die bestehende Hälfte angesetzt werden kann, ohne dass wir unnötige Kosten oder eine immense Platzverschwendung aufgrund des zusätzlichen Abstands zur Bestandswand verursachen.

In der Tat hat sich gezeigt, dass es doch eine Reihe von Missverständnissen gab, die glücklicherweise aufgelöst werden konnten. So konnten wir uns darauf einigen, dass es sinnvoller wäre, die verbliebenen Zentimeter Bodenplatte ebenfalls zu entfernen anstatt das ganze Haus ca. 25cm von der Bestandswand weg zu rücken und diesen Hohlraum mit Mineralwolldämmung aufzufüllen. Auch das innenliegende Streifenfundament konnte so gezielter positioniert werden, ohne dass es zu Absackungen des Gründungspolsters zwischen altem Fundament und neuen Fundament kommt.

Diese gesamte Klärung spiegelt sich dann auch bei der Beauftragung des Vermessers wider, da nun so die finale Gebäudeaußenkante bestimmt werden kann und so die Feineinmessung stattfinden kann.

Schließlich konnten wir auch noch abklären, welche Vorbereitungen sonst noch zu erledigen sind:

  • Freiräumen des Grundstücks von noch bestehenden Hügeln aus Erd- und Gründungsmaterial
  • Verbreiterung und Verlängerung der Baustraße, so dass das Material gelagert werden kann
  • Abstimmung zur Bereitstellung von Bauwasser und Baustrom
  • und noch jede Menge weiterer Punkte

Wir haben ca. 2½ Stunden auf der Baustelle zugebracht, Baupläne gewälzt, Protokolle erstellt, Angebote überschlagen. Am Ende hatten wir fast alle unsere Fragen klären können und durch die Hilfe unseres Bauberaters auch verständlich erklärt bekommen.

Aber auch dem Rohbauer der ElmBau gebührt das Lob, dass er sich bei aller Komplexität darum bemüht hat, die Maßnahmen für uns verständlich zu erklären und auch unsere Bedenken bzw. Lösungsvorschläge zu berücksichtigen. So wollen wir z.B. die Verrohrung für Wasser und Telekom gleich vom HAR bis zur Grundstücksgrenze (ca. 3,5m) in einem Atemzug mit der sonstigen Verrohrung durchführen lassen, so dass wir später nicht nochmals die Erde aufgraben müssen, nur um die Wasser- und Telefonleitung zu verlegen.

Learnings

  • Ein Termin vor Ort hilft insbesondere beim Bau 1000-fach mehr als eine Entscheidung vom Bürostuhl aus. Wir haben so viele Punkte in vergleichsweise kurzer Zeit klären können und unsere Zufriedenheit und Zuversicht steigern können, dass wir uns sehr gewünscht hätten, dieser Termin wäre eher zustande gekommen
  • Die richtigen Personen am richtigen Ort konnten so die richtigen Maßnahmen treffen, damit das Haus am Ende auch so gebaut werden kann, dass es unseren Vorstellungen entspricht.
  • Die bisherigen Nachträge, die sich uns bisher nicht erschlossen hatten, konnten wir überwiegend klären bzw. durch sinnvolle Maßnahmen ersetzen oder streichen.

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